Von der Anfrage bis zur Übergabe zielt jedes unserer Projekte auf die erfolgreiche Umsetzung im Sinne unserer Kunden ab. Nur wer Vertrauen schafft, bildet die Basis für eine effektive Zusammenarbeit. Erreicht wird dieses Vertrauen vor allem durch Transparenz: Wir geben detaillierte Einblicke in unsere Projektprozesse und schaffen so auf Kundenseite mehr Verständnis für Aufgaben und Aufwand. Nicht zuletzt können wir so vorab Erwartungshaltungen bestätigen oder richtig stellen.

Unsere Kunden sind in nahezu alle Projektphasen stark eingebunden. Mit periodischen Meetings und wöchentlichen Telefonkonferenzen informieren wir sie über den aktuellen Status. Der Austausch mit dem Kundenberater, gemeinsame Vor-Ort-Besprechungen zu Spezialthemen sowie die Feinspezifikation der Schnittstelle beim oder mit dem Hersteller des Haussystems sind weitere wichtige Faktoren in der Zusammenarbeit. Dennoch ergeben sich durch Wünsche und Änderungen, so genannte Change Requests, ab der Customizingphase häufig Projektverschiebungen. Eine termingerechte Abwicklung gestaltet sich schwierig, wenn diese zum Beispiel noch im Zeit- und Finanzrahmen erledigt werden müssen oder nicht geplanten Mehraufwand erfordern. Auch die Systemkonfiguration markiert eine kritische Stelle: Oftmals fehlt es trotz vorheriger Kenntnis beim Kunden an den nötigen Ressourcen oder der Zeit, um Systeme der evolver group entsprechend der eigenen Parameter zu konfigurieren.

Um gemeinsam mit unseren Kunden Verzögerungen entgegenzuwirken, setzen wir auf die Transparenz unserer Prozesse. Zum optimalen Management kommen die Tools Atlassian Jira und Microsoft Project zum Einsatz. Erfolgreich bewährt haben sich zudem das von uns praktizierte Critical-Chain-Projektmanagement (CCPM) sowie der Stable-Prozess. Sie fangen Verzögerungen weitgehend ab, in Projekten ohne Change Requests sorgt das CCPM sogar für einen vorzeitigen
Abschluss. Beide Prozesse wurden im evolver journal (01/2012 und 02/2012) schon detailliert beschrieben.

Arbeitsweise: 1. Spezifikationsphase

1. Spezifikationsphase:

Jedes beauftragte Großprojekt beginnt mit einer Workshopreihe, an der der zukünftige Projektleiter, projektverantwortliche Entwickler, ein Qualitätsmanager und der Kundenberater teilnehmen. Wir erstellen passend zum beauftragten System eine detaillierte Spezifikation und erfassen alle Anforderungen des Auftraggebers. Erfolgt ein so genannter Systemwechsel (vollständiges Upgrade auf die neueste Version des Systems), führen wir einen kompletten Review des alten Projekts und im Anschluss einen Delta-Workshop durch. Bei neuen Systemen ermittelt der Delta-Workshop die Unterschiede zwischen Anforderungen des Kunden und dem Stand unseres evolverCORE. Hier wird ermittelt, welches Customizing der Altversion im evolverCORE nicht enthalten ist und daher wieder nachgezogen werden muss.

Arbeitsweise: 2. Planungsphase

2. Planungsphase:

Nach erfolgter Spezifikation wird der Basisplan erstellt: Die Erkenntnisse der Spezifikation werden in der entsprechenden Projektphase eingetragen und der Projektablauf berechnet. Hierbei wird der Projektplan gemäß der CCPM-Regeln automatisiert erstellt. Die Aufgaben werden dann über ein spezielles Plug-in zu Jira übertragen, sodass die Teams ihre Aufgaben für die jeweilige Woche genau kennen und bearbeiten können. Auch die Aufgaben, die für den Kunden anfallen, werden mit CCPM genau geplant und terminiert.

Arbeitsweise: 3. Basissystem aufsetzen

3. Basissystem aufsetzen:

Zu Beginn eines Projektes und als dessen Grundstein wird das Basissystem aus dem aktuellsten Stable-Release des gewünschten Systems aufgesetzt. Parallel dazu wird mit dem Auftraggeber das Layout entwickelt und in Form von Klickdummys abgestimmt und optimiert. Ebenso setzt in dieser Phase evolver services die benötigte IT-Infrastruktur auf und stellt sie bereit, damit das Basissystem bereits zum ersten Mal auf die Infrastruktur des Auftraggebers ausgerollt werden kann. Ab diesem Zeitpunkt steht dem Kunden bereits die Plattform in einer Standardversion zur Verfügung und die Betreuung der IT-Infrastruktur über den eSLA (Service Level Agreements) beginnt. Mit diesem System wäre ein Live-Gang schon möglich. In weiteren Schritten wird dann das System angepasst und erweitert.

Arbeitsweise: 4. Customizingphase

4. Customizingphase:

In der aufwendigsten Phase werden nun alle Zusatzanforderungen und notwendigen Anpassungen am Basissystem realisiert. Den größten Anteil am Aufwand macht oft die Schnittstelle zum jeweiligen Haussystem aus. Schnittstellen sind wie Maßanfertigungen: Auch wenn sie schon x-mal realisiert wurde, kann keine Schnittstelle 1:1 wiederverwendet werden, da in ihr das Customizing der Haussysteme abgebildet ist. Das bedeutet: anderes Haussystem, andere Schnittstelle auf Basis der gleichen Technologie. Zeitlich nimmt die Customizingphase daher und aufgrund der hier notwendigen Manufakturarbeit oft mehr als 70 Prozent der Projektzeit in Anspruch. Am Anfang des Projektes werden 80 Prozent der Aufgaben in 20 Prozent der Projektzeit realisiert. Das Feintuning – sprich die Finalisierung – beträgt dann in der Regel die restlichen 80 Prozent der Arbeitszeit.

Arbeitsweise: 5. Testing- und Debuggingphase

5. Testing- und Debuggingphase:

Nach Abschluss der Customizingphase wird das Gesamtsystem umfangreichen Tests unterzogen, die zunächst alle groben Fehler identifizieren sollen. Diese Fehler werden dokumentiert und den Entwicklern zur Lösung vorgelegt. Nach deren Beseitigung wird das System weiteren intensiven Tests unterzogen und weiter konfiguriert. In dieser Phase wird der Auftraggeber in der Regel sehr intensiv eingebunden, da alle notwendigen Einstellungen vorgenommen werden müssen, um dann auch Integrationstests (Tests unter Echtbedingungen im IT-Umfeld des Kunden) vornehmen zu können.

Arbeitsweise: 6. Inbetriebnahme

6. Inbetriebnahme:

Die Inbetriebnahme erfolgt über eine Roadmap, die den exakten Ablauf des Live-Gangs beschreibt. Diese „Wer-macht-was-wann“-Liste regelt wirklich alle Aspekte, Aufgaben und Verantwortlichkeiten und stellt den zeitlichen Ablauf dar. Es ist festgehalten, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Schritten vergehen wird, um den Live-Gang selbst zeitlich überwachen zu können. Die evolver group bevorzugt immer stille Live-Gänge.

Arbeitsweise: 7. Nacharbeiten

7. Nacharbeiten:

Nach dem Live-Gang sind Ressourcen für alle im Nachgang auftretenden Aufgaben vorbehalten, sodass sofort reagiert werden kann. Kleine Fehler, die Benutzern auffallen, gehören dabei zum Tagesgeschäft, weil nun ein breites Publikum die Applikation nutzt und viel mehr „Testfälle“ entstehen. In dieser Phase muss die schnelle Reaktion sichergestellt sein, dann läuft alles wie erwartet positiv.